Düsseldorf gegen rechte Gewalt!
Der Aufruf
Unter Federführung von Stadtsuperintendent Ernst-Jürgen Albrecht, Moderator des Bürgerbündnisses "Düsseldorf gegen rechte Gewalt", rufen Joachim Erwin, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf, die Kirchen, die Jüdische Gemeinde, die Gewerkschaften, die Parteien (SPD, CDU, Bündnis90/GRÜNE, F.D.P.), die Heimat- und Bürgervereine, die Düsseldorfer Jonges, Düsseldorfer Weiter, der Freundeskreis Heinrich Heine, die Düsseldorfer Schützen, der Düsseldorfer Appell, die Mütter für den Frieden, Pax Christi, der Ausländerbeirat und viele andere zu einer Kundgebung am 28. Oktober auf. Hintergrund bildet eine angemeldete Demonstration von rechtsextremen Gruppen an diesem Tag. Im folgenden der Aufruf des Bürgerbündnisses im Wortlaut:
| Am 28. Oktober wollen Rechtsextreme durch die Landeshauptstadt marschieren und auf sich aufmerksam machen. "Das darf nicht sein!", sagt ein breites Bündnis von Bürgerinnen und Bürgern. Wir, die Bürgerinnen und Bürger Düsseldorfs, lassen es uns nicht gefallen, wenn Rechtsextreme durch die Stadt marschieren. Wir setzen ein Zeichen gegen menschenverachtende Gewalt. Unter dem Motto "Düsseldorf gegen rechte Gewalt!" rufen wir am 28. Oktober um 12 Uhr alle Düsseldorfer vor das Rathaus zu einer Kundgebung. Hier sagen Düsseldorfer und Düsseldorferinnen ganz deutlich: Was Sie sonst noch tun können:
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Quelle: Landeshauptstadt Düsseldorf
Kundgebung/Programm
Bürgerbündnis kommt gehörig in Fahrt
Düsseldorf rüstet sich zur größten Bürgerinitiative der letzten Jahrzehnte. Das Bürgerbündnis "Düsseldorf gegen rechte Gewalt" hat für Samstag, 28. Oktober, 12 Uhr, auf den Marktplatz vor das Düsseldorfer Rathaus zur Kundgebung gerufen. Die Rheinbahn wird die Teilnehmer an diesem Tag von 10 bis 16 Uhr kostenlos zum Veranstaltungsort bringen. Das heißt kostenlose Fahrt auf allen Rheinbahn-Linien im Stadtgebiet. Ein Grund mehr für alle Aktiven, mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen.
Auch dies ist ein Zeichen, dass das breite Bürgerbündnis gegen rechte Gewalt unter Moderation von Stadtsuperintendent Ernst-Jürgen Albrecht stetig wächst. Immer mehr zustimmende Signale gehen beim Veranstalter wie auch beim Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf, Joachim Erwin, ein. So hat jüngst der Bürgermeister von Mettmann gemeinsam mit den in seiner Stadt vertretenen politischen Kräften alle städtischen Mitarbeiter zur Teilnahme aufgerufen, täglich gehen neue Briefe von Gruppen ein, die ihre Mitglieder zum Mitmachen aufrufen. Zudem sind unter anderem die 9600 städtischen Mitarbeiter der Landeshauptstadt durch den Oberbürgermeister zur Teilnahme aufgerufen worden. Auch die städtischen Tochterunternehmen wurden vom Oberbürgermeister gebeten, ihre Mitarbeiter für die Sache zu gewinnen.
Inzwischen steht auch das Programm. Pünktlich um 11.45 Uhr werden in etwa 100 Düsseldorfer Kirchen für eine Viertelstunde die Glocken läuten. Das Glockengeläut stellt eine Einladung zur Kundgebung dar und soll nach dem Willen der Kirchen zum Frieden mahnen. Insgesamt sechs Redner werden sich im Anschluss des Themas "rechte Gewalt" aus unterschiedlichen Perspektiven annehmen. Nach Eröffnung durch Stadtsuperintendent Ernst-Jürgen Albrecht gegen 12.10 Uhr folgen in der Abfolge mit etwa je 10-minütigen Stellungnahmen Oberbürgermeister Joachim Erwin (etwa 12.20 Uhr), der Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, Wolfgang Clement (etwa 13.10 Uhr), Hanna Paul-Calm vom Deutschen Gewerkschaftsbund Düsseldorf (etwa 13.20 Uhr), Professor Dr. Gert Kaiser, Rektor der Heinrich-Heine-Universität (etwa 13.45 Uhr), und Paul Spiegel, Vorsitzender des Zentralrates der Juden in Deutschland (etwa 13.55 Uhr). Aufgelockert werden die Reden durch kulturelle Beiträge. Für dieses Rahmenprogramm sorgen: die Deutsche Oper am Rhein, das Düsseldorfer Schauspielhaus, das Kinder- und Jugendtheater sowie Cellist Thomas Beckmann. Das Programm läuft auf einer sechs mal acht Meter großen Bühne vor dem Rathaus ab. Um mehr Menschen das Zusehen und Zuhören zu ermöglichen, wird die Veranstaltung zusätzlich per Video zum benachbarten Burgplatz übertragen. Dort steht ein 16-Quadratmeter LCD-Bildschirm. Zwei weitere Demonstrationen wird es am Samstag, 28. Oktober, geben. Um 9.30 Uhr hat der Allgemeine Studentenausschuss zur Demo gegen Rechtsextremismus am Grabbeplatz aufgerufen. Etwa 700 Rechtsextremisten werden bei einer dritten Demonstration erwartet.
Diese angekündigte Demonstration der Rechtsextremisten war der Auslöser für viele Initiativen in der Landeshauptstadt Düsseldorf, sich gegen rechte Gewalt auszusprechen. Die evangelische Kirche mit Stadtsuperintendent Ernst-Jürgen Albrecht an der Spitze hat sie an einen Tisch gebracht und das Gespräch moderiert. Dabei konstituierte sich das breite Bürgerbündnis "Düsseldorf gegen rechte Gewalt". Es hat sich am 16. Oktober darauf verständigt, vor dem Rathaus gegen rechte Gewalt zu demonstrieren. Seither laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. "Wir wollen diese braunen Horden in Düsseldorf nicht haben", betonte Ernst-Jürgen Albrecht. "Die Bürger der Stadt müssen sich gegen jede Form rechter Gewalt stellen, die das Klima in dieser weltoffenen Stadt vergiften will", bekräftigt Oberbürgermeister Joachim Erwin.
Quelle: Landeshauptstadt Düsseldorf
Die Teilnehmer
Die folgende Liste gibt einen aktuellen Stand (Donnerstag, 26. Oktober) der Teilnehmer am Bürgerbündnis "Düsseldorf gegen rechte Gewalt" wieder. Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Mit dabei sind:
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Quelle: Landeshauptstadt Düsseldorf
Die Veranstalter der Kundgebung am Samstag, 28. Oktober, 12 Uhr, auf dem Marktplatz haben einige Tipps für die Teilnehmer zusammengestellt:
- Die Besucher sollten auf jeden Fall auf ihre Autos verzichten und auf die Rheinbahn umsteigen. Von 10 bis 16 Uhr können sie auf allen Linien im Stadtgebiet kostenlos fahren. Der Marktplatz ist am schnellsten von der Haltestelle Heinrich-Heine-Allee zu erreichen. Die Polizei wird je nach Lage einige Straßen im Stadtgebiet für den Autoverkehr sperren. Denn für viel Betrieb auf den Straßen wird auch der "lange Samstag" sorgen. Die Geschäfte haben an diesem Tag bis 18 Uhr geöffnet.
Die Veranstalter bitten die Besucher, den Lautsprecher-Anweisungen der Leitstelle in den Rheinbahn-Fahrzeugen und der Veranstalter auf dem Marktplatz unbedingt Folge zu leisten. - Etwa 300 Ordner stehen auf dem Marktplatz und dem benachbarten Burgplatz als Ansprechpartner zur Verfügung, falls es Fragen oder Probleme gibt. Sie sind an den Schildern "Ordner" zu erkennen. Auch 40 Mitarbeiter des städtischen Ordnungs- und Servicedienstes in Uniformen helfen den Besuchern bei Problemen und sind bereit ordnend einzugreifen. Auch wenn es auf dem Marktplatz richtig voll wird, was sich die Veranstalter natürlich wünschen: Nicht drängeln oder schubsen.
