Jüdische Begriffe
Begriff |
Erläuterung |
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aron ha-kodesch |
"heiliger Schrein" - In ihm werden die Thora-Rollen in der Synagoge aufbewahrt |
| Aschkenasim | Bezeichnung für ost- und Mitteleuropäischen Juden. Sie haben eine eigene Tradition und Sprache. (Aschkenas = Deutschland) |
| Assara Be-Tewet | Nationaler Trauer- und Fasttag. Er wird am 10. Tewet begangen und erinnert an den Beginn der Belagerung von Jerusalem (588 vor unserer Zeit) |
| bat-mizwa/bar-mizwa | Feier zum Anlass der Religionsmündigkeit 12 jähriger Mädchen und 13 jähriger Jungen |
| Beschneidung | Entfernung der Vorhaut - weit verbreiteter Brauch, der zu einem zentralen Bekenntnissymbol wurde |
| bima | Bei der bima handelt es sich im ein erhöhtes Pult, das in der Mitte der Synagoge steht. Die Bima trägt die Thora-Rolle während der Vorlesung. |
| Bundeslade | Bei der Bundslade handelt es sich um ein truhenförmiges, kultisches Objekt. Bis heute ist die Herkunft nicht geklärt. In ihr wurden angeblich die Gebotstafel, die Moses von G"tt empfangen hat, gelagert. |
| Chanukka | Fest zur Erinnerung an die Wiedereinweihung des Tempels unter Judas Makkabäus (164 v. Chr.) |
| chassan | Kantor, Vorbeter oder auch Vorsänger |
| chilul ha-schem | Entweihung des Namen G"ttes |
| chupa | Hochzeitsbaldachin |
| Davidstern | Symbol des Judentums. Gleichzeitig ist der Davidsstern auch das Staatssymbol des Staates Israel. |
| Gebetsriemen | Der Gebetsriemen wird während des Betens am Kopf und am linken Arm befestigt. In wörtlicher Befolgung von Dtn 6,8 "Du sollst sie (Worte des Gesetzes) als Zeichen um das Handgelenk binden. Sie sollen zum Schmuck auf deiner Stirn werden" sollen männliche Juden zwei "Gebetsriemen" mit je einer Kapsel auf der Stirn und am linken Oberarm tragen, in der sich Abschnitte aus dem Buch Exodus und dem Buch Deuteronomium befinden. |
| Hoschaana Rabba | Bittprozession am siebten Tag von Sukkot |
| Jamim Norajim | Als "Jamim Norajim" werden die "Hohen Tage" bzw. die "Furchtbaren Tage" bezeichnet |
| jeschiwa | weiterführende "talmudische Schule" |
| Jiddisch | Umgangssprache - Sie beruht auf der Basis des mittelalterlichen Jüdisch-Deutschen |
| Jom Kippur | Versöhnungstag |
| Jom Ha-Azmaut | Unabhängigkeitstag Israels (er wird am 5. Ijar begangen) |
| Jom Ha-Shoa | Holocaust Gedenktag (er wird am 27. Nissan begangen) |
| Jom Jeruschalajim | Halbfeiertag (Jerusalemtag) - Er wird aus Anlass der Wiedervereinigung Jerusalems nach dem Sechstagekrieg (1967) begangen und findet am 28. Ijar statt. |
| Kaddisch | eines der Hauptgebete (u.a. für Verstorbene) |
| Kanon | Sammlung Heiliger Schriften des Judentums |
| kaschrut | Reinheitsgebot für Speisen |
| ketuba | Ehevertrag |
| Kiddusch | Heiligung (Zeremonie zu Beginn das Sabbats oder eines Festtages |
| Kidduschin | Heiligung (Trauungszeremonie unter dem chupa) |
| kipa | für die Männer erforderliche Kopfbedeckung |
| Maariw | tägliche Abendandacht |
| mazza, mazzot | ungesäuertes Brot; es wird an Pessach gereicht und erinnert an den Auszug aus Ägypten |
| menora | siebenarmiger Leuchter |
| Messias | "Gesalbter" |
| mesusa | Kleiner Ritualgegenstand, der am rechten Türpfosten befestigt wird; in ihm befinden sich kleine Texte aus der Thora - die mesusa gilt als Schutzsymbol |
| Mincha | tägliches Nachmittagsgebet |
| mikwa, mikwaot | rituelle Badeanlage |
| Mischna | Sammlung der jüdischen Gesetzeslehre aus dem 2. Jh. n. Chr. - Die Mischna dient als Grundlage des Talmuds |
| mizwa | verdienstvolle religiöse Handlung (z.B. bar-mizwa / bat-mizwa) |
| Pessach (=Passah) | Fest der ungesäuerten Brote. Es dauert 8 Tage und soll an den Auszug aus Ägypten erinnern. Es ist gleichbedeutend mit dem christlichen Osterfest |
| Pessach-Haggada | Ritual des Seder-Abends zu Pessach |
| Purim | Das Purim-Fest soll an die Errettung der Juden in Babylon erinnern |
| Rabbi | Meister, (mein) Lehrer, Ehrentitel für den Gesetzesgelehrten |
| Rosch Chodesch | Neumondfest |
| Rosch Ha-Schana | Neujahrfest |
| Quasten | Num 15, 38-41 gebietet Quasten (Schaufäden, hebr. zizit) an den vier Kleiderecken, an jeder Quaste eine Purpurschnur zur Erinnerung an die Gebote. Die rabbinischen Vorschriften notiert der Talmud mit langen und kurzen weißen Fäden, die an den vier Ecken des Gebetsschals (Tallit) so miteinander verknotet werden, dass sie den Zahlenwert 613 (Anzahl der Gebote) darstellen. |
| Sabbat (Schabbat, Schabbes) | jüdischer Ruhe- und Feiertag |
| Schacharit | tägliche Morgenandacht |
| Schawuot | achttägiges Wochenfest; es wird sieben Wochen nach dem Pessach-Fest gefeiert. Es entspricht dem christlichen Pfingstfest |
| Schemini Azeret | eigenständiges Fest zum Abschluss von Sukkot |
| schiwa | Trauerwoche |
| schofar | Die schofar ist ein Blasinstrument aus einem Widderhorn, es wird für kultisch-g"ttesdienstliche Zwecke eingesetzt. Es erinnert an die Geschehnisse um die Bindung Issaks |
| Seder | "Ordnung", spezielle liturgische Ordnung für den Pessach-Abend (Pessach-Haggada) |
| Simchat Tora | Freudenfest der Thora |
| sukka | Laubhütte |
| Sukkot | siebentägiges Laubhüttenfest zur Erinnerung an den Auszug aus Ägypten |
| Synagoge | Versammlungshaus für g"ttesdienstliche Zwecken der Juden |
| tallit, tallitot | Gebetsmantel, Gebetsschal |
| Talmud | biblische Überlieferung innerhalb des talmudischen Sprachgebrauchs |
| Tanna, Tannaim | Lehrer der "mündlichen Überlieferung" bis zum Abschluss der Mischna (ca. 200-220 n. Chr.) |
| tefilla, tefillin | Der Gebetsriemen wird während des Betens am Kopf und am linken Arm befestigt. In wörtlicher Befolgung von Dtn 6,8 "Du sollst sie (Worte des Gesetzes) als Zeichen um das Handgelenk binden. Sie sollen zum Schmuck auf deiner Stirn werden" sollen männliche Juden zwei "Gebetsriemen" mit je einer Kapsel auf der Stirn und am linken Oberarm tragen, in der sich Abschnitte aus dem Buch Exodus und dem Buch Deuteronomium befinden. |
| Thora | "Lehre" oder "Anweisung" 1.) die fünf Bücher Mose - schriftliche Thora 2.) verbindliche, offenbarte Gesetzesüberlieferung; "schriftliche" und "mündliche Thora" (siehe Mischna) 3.) gesamte religionsgesetzliche Tradition |
| Thora-Rolle | Handgeschriebene Rollen, in denen die fünf Bücher Mose niedergeschrieben sind. Sie werden im aron ha-kodesch aufbewahrt. |
| Thoraschrein | aron ha-kodesch; Schrank oder besonders gestaltete Nische, in denen die Thora-Rollen aufbewahrt werden. |
| Tischa Be-Aw | Trauertag; er wird am 9. Aw zur Erinnerung an die Zerstörung des Tempels (586 v. Chr. und 70 n. Chr.) begangen |
| trefe | Lebensmittelbezeichnung für nicht koschere Lebensmittel |
| Tu Bi-Schewat | Neujahr der Bäume |
